21. März 2018

Regulierung der Strom- und Gasnetze wieder in Thüringer Hand

„Mit der Errichtung einer Regulierungsbehörde für Strom- und Gasnetzentgelte erhält Thüringen wichtige Kompetenzen und eigene Gestaltungsspielräume im Bereich der Energiepolitik zurück“, unterstreicht Steffen Harzer, Sprecher für Energiepolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Das von rot-rot-grün erarbeitete Gesetz ist heute vom Landtag beschlossen worden.

„Seit einigen Jahren erfolgt die Regulierung auf der Grundlage einer so genannten Organleihe durch die Bundesnetzagentur. Jetzt hat Rot-Rot-Grün dafür gesorgt, eine eigene Behörde einzurichten. Sie ist für Thüringer Energieversorger mit weniger als 100.000 Kunden zuständig. „Die Landesbehörde stärkt die Interessen der Verbraucher und der mittelständischen Energieversorger in Thüringen, sie sorgt für kurze Wege und schnellere Entscheidungen. Lokale Besonderheiten werden eine größere Rolle spielen, Entscheidungen den tiefgreifenden Strukturwandel in der Energiewirtschaft mit seinen zunehmend dezentralen Strukturen auch widerspiegeln“, so Harzer.

Die Landesregulierungsbehörde wird ihre Tätigkeit zugunsten der Thüringer Energieversorger zum 1. Januar 2019 unabhängig und weisungsungebunden aufnehmen und, so Steffen Harzer, „die erneuerbare, dezentrale Zukunft der Thüringer Energienetze im Sinne der Verbraucher regulierend begleiten“, so Harzer abschließend.